Musik zum downloaden
(MP3s und Noten)

Die Freundlichkeit der schwedischen Musiker, ihre Neugier auf neue Mitspieler, neue Stücke und andere Spielarten, ihre Bereitschaft das eigene Repertoire zu teilen. Dazu die schlichte Schönheit der Musik, die schiere Vielfalt der regionalen Stile, die Freiheit des Zusammenspiels der Stimmen und nicht zuletzt eine seit Jahrhunderten ungebrochene Tradition - für mich gibt es viele Gründe die schwedische Musik zu lieben.

 

Älvdalen

Seit langer Zeit gilt der Musik aus Älvdalen meine besondere Liebe. Darauf gekommen bin ich durch meinen Freund Thor Anders Eriksson. Er ist gebürtig aus Evertsberg, Älvdalen, und Riksspelman für Stücke aus Älvdalen. Meine Bemühungen, die Musik nach seinem Spiel, nach Bandaufnahmen, Schallplatten und CDs zu lernen waren für uns beide besonders in der Anfangszeit oft Anlass zur Erheiterung. Auch Jörgen Andersson, Kjell Alvin und andere Spielleute aus Älvdalen haben mir immer wieder weitergeholfen, wenn die Lernlust nachließ oder der Lernstoff ausging.

Dabei gilt mein großer Dank auch Stefan Johansson aus Skinnskatteberg, der mir vor vielen Jahren erklärte wie einfach der Weg eines Spielmanns ist. Er fragte mich: "Was für Stücke spielst du denn?" Meine Ratlosigkeit ließ ihn die Frage erweitern: "Na ja, woher sind deine Stücke?" Als ich nur sagen konnte: "Aus Schweden halt", erklärte er mir seine Ansicht: "Also, du lernst die Stücke aus einer Gegend, von den örtlichen Spielleuten, dann gehst du hin, spielst vor und wirst Reichsspielmann!" Es war klar, dass Stefan alle Stücke von allen Spielleuten der Gegend meinte. So hat er es zumindest gemacht - er ist Riksspelman für Musik aus Orsa. Ich bin noch dabei - beim Lernen (und das mit dem Reichspielmann hat auch noch nicht geklappt...)

Im Folgenden möchte ich einen Überblick über die Tradition in Älvdalen geben. Leider kann ich hier nicht alle Spielleute erwähnen oder mit Musikbeispielen belegen. Aber wenigstens die bedeutendsten Spielleute dürften erfasst sein.

Im Anschluss hänge ich noch ein paar andere Stücke an, die mir am Herzen liegen oder nach denen ich öfters gefragt werde.

 

 

 

 

 

Noten

Die auf diesen Seiten vorliegenden Noten sind meine Transskriptionen nach dem Spiel von Spielleuten, aus Älvdalen, von anderswo oder gar aus dem Gedächtnis. Da ich Noten grundsätzlich weniger als Dokument des Spiels eines Spielmanns denn als Gedächtnisstütze für das eigene Spiel sehe, habe ich Verzierungen ziemlich konsequent weggelassen. Wer genauso spielen möchte wie die in Frage kommenden Spielleute, soll sie sich anhören und nachspielen!

Verksta'n

Das Notenheft zu meiner Werkstatt Schwedische Volksmusik wächst seit der ersten Werkstatt langsam weiter. Das erste Heft ist nun mit 99 Stücken voll, das zweite Heft ist mit der 20. Werkstatt und ebenfalls 99 Stücken nun auch abgeschlossen.
Hier gibts ab sofort das dritte Heft. Viel Spaß damit!
Hier findet ihr Aufnahmebeispiele von Stücken der 6. Werkstatt und hier welche von der 7. Werkstatt.

Die BegleitWerkstatt Schwedische Volksmusik versucht, die Prinzipien des "Komp" aufzuspüren. Welche Töne passen zu einer Melodie? Was sind Akkorde? Wie kann ich den Klang erzeugen, der mir vorschwebt? Das Material könnt ihr hier finden.

 

 

Aufnahmen

Um die besondere Spielweise und die Phrasierung der schwedischen Musik zu lernen, sollte man möglichst vielen Spielleuten zuhören. Die folgenden Aufnahmen sind, wenn nicht anders angegeben, von mir eingespielt im MP3-Format. Mit * gekennzeichnete Stücke sind Klangbeispiele für einen selbstgebauten Tonabnehmer, eine Bauanleitung gibt's unter Tipps & Tricks.

 

 

Quellen

Als literarische Quellen für Älvdalen haben mir vorgelegen:

  • Nils och Olov Andersson, Svenska Låtar, Bd.2 (Dalarna II.), 1.Aufl. 1923.
  • Evert Åhs, Folklig musik och spelmän, Älvdalens Sockens Historia, Bd.4, 1958.
  • Ragnar Forsslund, Spelmän, låtar och musik i Älvdalen, Älvdalen 2006.

Als Lautquellen:

  • Ekor Anders, Egna innspelningar, 1954.
  • Gambellieker, Låtar från Älvdalen, 1982.
  • Simon Simonssons kvartett, Längs gamla stigar och färdevägar, 1989.
  • Låtar från Orsa och Älvdalen, 1995.
  • Kristina Ståhl-Cedervall och Haga Anders Rosén, Tagelsträngalåten, 1996.
  • Simon och Olle Simonsson med Kjell-Erik Eriksson, Drängkammarlåtar, 1996.
  • Simon Simonsson, Livets låt, 1999.
  • Marie Stensby och Verf Lena Egardt, Bohusbäddar och Övdalslieker, 1999.

Ergänzt wurden die Quellen durch eigene Tonaufnahmen, die eigene Erinnerung an gelernte Stücke und Gespräche mit Spielleuten.

Spielleute aus Älvdalen,...

Gamt Berg................................1791 - 1857

Tommos Anders.........................1813 - 1863


Faut Per...................................1819 - 1898

Gyris Anders.............................1822 - 1909

Död Erik...................................1840 - 1909

Isak Anders..............................1849 - 1914

Dieg Anders..............................1850 - 1939

Anders Södersten......................1851 - 1913


Pål Karl....................................1857 - 1936


Kettis Lars................................1857 - 1940

Gods Anders.............................1858 - 1935

Lars Orre..................................1871 - 1954


Lars Åhs...................................1872 - 1930
- Die Volksmusik auf dem Weg in die Moderne


Tolv Manne...............................1876 - 1966


Ekor Anders Andersson...............1898 - 1987

Evert Åhs..................................1908 - 1971

- Ein moderner Spielmann
- Polska efter ..., efter ..., efter ...

 

 

...aus Dalarna und sonst-wo-her

Vals av Lars Hökpers
Lars Hökpers, Falun, ist einer der großen Spielmänner unserer Zeit. Dieser Walzer gehört schon seit langem zum Lieblingsrepertoire der Dala-Spielleute. Jochen v, Marietta v

Vals efter Carl Werkmäster
Dieser Walzer kommt aus Rättvik, dem Ort über den ein Sprichwort sagt: 'Von drei Rättvikern spielen vier Geige'. (Des Rätsels Lösung liegt jenseits aller gender-correctness: Bei 'vier' sind die Frauen mitgezählt.) Jochen v, Marietta v

Polska efter Dal Jerk
Diese Rättvikspolska passt perfekt zur Nyckelharpa - wenn man sie einen Ton nach unten transponiert. Ich habe sie im Sommer '04 in Malung von Jonas Hjalmarsson gelernt. Jochen nh

'Fröken Agnes' efter Fräs Erik
Ein Gånglåt aus Boda, das ich im selben Sommer von Ola Bäckström gelernt habe.
Ich stelle mir Fräulein Agnes als eine Junglehrerin an der Schule in Boda vor. Sicheren Schrittes betritt sie die Klasse und hat auch gleich die volle Kontrolle... Aber im zweiten Teil findet sich ein Dreiertakt im Zweiertakt des Gånglåts. Und hört ihr's? Holterdipolter kommt das Fräulein aus dem Tritt. Jedoch schon ein paar Takte später ist alles wieder in Ordnung und die Klasse sitzt brav und still... Jochen v g

Tuborgaren, Schottis
Dieser Schottisch ist von mir. Er bekam seinen Namen in einer bierfröhlichen Abstimmung dreier Spielmänner Ostern 2000. Hier gibt's auch noch die Noten. Jochen v, Marietta akk

'I ljuva sommarnatten' Visa
Wie ist es eigentlich für eine Frau mit einem Fremden zu tanzen? Wild und lockend steht er und wartet auf dich. Aber was hat er vor und wer ist er eigentlich - etwa der Näck?? 'Am besten alles gleich klären', sagte sich das Mädchen... Die Idee zu diesem Lied kam mir, als ich im Sommer 2005 mit meinem Freund Kenneth am Lagerfeuer bei einem Kohlenmeiler im nächtlichen Wald saß. (Tjena, Knallis!)
Jochen v g voc, Marietta akk voc

   

 

© Jochen Schepers, 01-Jul-2017 · webmaster<at>spelman.de